Definition Dekubitus
Das Wort Dekubitus (auch: Decubitus) kommt aus dem Lateinischen (lat.: decumbere, decubitum - dt.: sich niederlegen) und bezeichnet eine trophische Störung von Geweben mit Nekrose, Mazeration (Auf-/Erweichen der Haut) und eventueller Infektion. Hervorgerufen wird Dekubitus durch äußere, meist längerfristige Druckeinwirkung mit Kompression von Gefäßen und lokaler Ischämie (Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung von Gewebe aufgrund mangelnder aterieller Blutzufuhr). Landläufig ist Dekubitus (Plural: Dekubiti) auch unter "Wundliegen" bekannt. Weitere Bezeichnungen: Druckgeschwür, Druckulcus
Vorkommen
Dekubitus kommt vor allem bei bettlägrigen Patienten vor. Betroffen sind meist die Körperstellen, an denen die Haut unmittelbar am Knochen anliegt. Zu enge Gipsverbände oder auch schlecht sitzende Prothesen können ebenfalls Ursachen für Dekubitus sein.
Einteilung
Dekubitus 1. Grades: Rötung der Haut
Dekubitus 2. Grades: Hautdefekt
Dekubitus 3. Grades: Tiefer Hautdefekt, Muskeln, Bänder und Sehnen sind sichtbar und evtl. betroffen
Dekubitus 4. Grades: tiefer Hautdefekt mit Knochenbeteiligung
Behandlung
Bei Dekubitus 1. Grades ist eine intensive Hautpflege erforderlich.
Bei Dekubitus 2. bis 4. Grades müssen Wunde, Wundtaschen und Wundränder sorgfältig gesäubert werden, anschließend werden Substanzen mit granulationsfördernder und entzündungshemmender Wirkung aufgetragen oder eingebracht, die Wundränder und -umgebung werden vor Wundsekret durch eine Schutzcreme geschützt.
Dekubitusprophylaxe (vorbeugende Maßnahmen)